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18.09.2002
Manchmal bedeckt, manchmal Sonne
und ein kalter Wind. Die 2000-er Gipfel von Jotunheimen hat es über Nacht
angeschneit.
In der Früh fuhren wir nach den üblichen Putzarbeiten in der Hytte erst mal
zur Stabkirche von Lom. Leider hatte auch diese bereits geschlossen und wir
sahen sie daher nur von außen an.
Also gingen wir mal in den Husfliden, der gleich neben der Stabkirche ist.
Konnte aber irgendwie keine passenden Mitbringsel für daheim finden. Weiter
marschierten wir zur Turistinformasjon. Dort erwarb ich mir das Buch „Hvordan
forstå og bruke EN NORDMANN“ von Odd Børretzen und einen Führer vom
Norsk-Fjellmuseum. Dieses Museum besichtigten wir gleich im Anschluss. Es
befindet sich im gleichen Gebäude wie die Touristeninformation. Gefallen hat
mir hier vor allem der kritische Umgang mit dem Thema „Der Mensch und die
Natur“. Mit den Eindrücken des Museums fuhren wir weiter auf dem RV 55, zunächst
durchs Bøverdalen und dann durchs Leirdalen. Über das Sognefjell mussten wir
natürlich einige Fotopausen einlegen. Die Bergwelt von Jotunheimen ist sehr
beeindruckend. Oben herrschte ein ziemlich kalter Wind und wenn der Blick mal
auf einen der 2000-er frei war, konnte man sehen dass die Gipfel angeschneit
waren.

Bei der Sognefjellhytte kann man sehr gut über den Prestesteinsvatn auf den Fannaråkgletscher sehen. Der Blick zum Gipfel des Fannaråken (2.069m) war leider von Wolken verhangen. Bei sicherem Wetter hätte ich gerne diesen Gipfel bestiegen, da aber der Wetterbericht nicht gerade so rosig war habe ich mich doch nicht dafür entschieden.

Weiter ging
die beeindruckende Fahrt durchs Bergsdalen bis nach Skjolden. Hier kommt man
bereits an den Lustrafjord, einem Seitenarm des Sognefjord. Auf einer schmalen
Straße geht es am Fjord entlang über Luster, Nes, wo eine nette kleine weiße
Holzkirche am Fjord steht, bis nach Gaupne. Bei Gaupne geht es vom Fjord weg und
aufwärts bis nach Hafslo. Vor Hafslo bogen wir links ab in Richtung
Mollandsmarki. Ziel war es den Aussichtsberg Molden (1.118m) zu besteigen. Nach
2,5 km von der Abzweigung kamen wir auf den Parkplatz Krossen vor Mollandsmarki
(550 m). Hier stellten wir das Auto ab und gleich ein paar Meter nach dem
Parkplatz zweigt der Weg links zum Molden ab. Lange geht es durch einen dichten
Wald aufwärts. Sobald der Baumbewuchs etwas lichter wird kann man links die
Almhütte von Vindsete erkennen und später kommt man auf die ehemalige Alp
Svarthiller, wo noch eine Hütte steht. Hier hat man bereits einen tollen Blick
auf den Fjord, aber auch zur Siedlung Mollandsmarki und zur Landspitze wo die
Stabkirche von Urnes steht.
Von hier weg geht es ein gutes Stück etwas steiler hinauf. Vor dem Doppelgipfel
des Molden geht es dann noch einmal richtig gemütlich aufwärts. Auf dem
Plateau machte ich einen richtig ausgiebigen Rundgang. Die Aussicht auf den
Fjord, die Bergregionen von Jotunheimen und Hurrungane, aber auch in die anderen
Richtungen waren einfach genial. Jeder der halbwegs gut zu Fuß ist und an der
Straße 55 vorbei fährt sollte wenn das Wetter passt auf den Molden gehen. Der
Weg ist ganz einfach zu finden, da bestens mit roten Punkten und Pfeilen
markiert. Hier braucht man absolut keine Karte. 3-4 Stunden sollte man für die
Tour einplanen. Entdeckt habe ich die Tour in dem Buch „Wandern & Erleben,
Südliches Norwegen“ von Ute u. Peter Freier, Tour 17.

Nach der Tour fuhren wir noch bis nach Sogndal und mieteten uns eine Hytte für
300 NOK auf dem Stedje Campingplatz. Nach dem wir die letzten beiden Tage
richtig verwöhnt von den Hütten waren kam uns diese richtig klein vor. Die
Hytte ist aber trotzdem in Ordnung !
146,6 km, Oppland, Sogn og Fjordane

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